achtung, fertig, rumpumpum

Veröffentlicht in von unterwegs... am 21 September 09 von monsieurbob

eine merkwürdige geschichte, aber wahr:

gestern, als die welt noch voller würste war, kam der chef des zeughauses zu ihm und hauchte: „zivilschutz soldat merz, ich liebe sie.“ nach einer kurzen, schlagabtausch ähnlichen argumentationsreihe, kopulierten sie lasziv auf dem rücksitz eines russischen militärpanzers, auf rosen gebettet.
von sinnen entfremdet trennten sie sich für immer, als ob die welt zu hauf der romantischen abneigung einer nie dagewesenen muslimisierung der minarette abgeschworen hätte. nie im leben hätte er gedacht, dass eine symbiose von macht und stabliler seitenlage eine solche eigendynamik entwickeln könnte. es war als ob der hund des nachbarn die geliebte der frommen dame von neben an mit nachdruck ignoriert hätte. verwirrend.
zwei jahre später war alles wieder gut. die seitenlage hatte sich weiter stabilisiert und das kind konnte mittlerweile auf den eigenen ohren laufen. der chef des zeughauses war eine fürsorgliche mutter und zivilschutz soldat merz aktienbesitzer bei der bundesrat ag.

komische geschichte,
euer monsieur bob

Hosen zum zehnten, danke :-)

Veröffentlicht in Konzerte... am 02 Dezember 08 von monsieurbob

Monsieur Bob feierte gestern ein rundes Jubiläum. Bereits zum zehnten Mal durfte er einem Konzert der Hosen beiwohnen und, soviel sei vorweggenommen, es lohnte sich auch dieses Mal.

Pünktlich um 20.00 betraten die Bloodlights aus Oslo die Bühne und spielten ein gut 30 Minuten langes Set aus ihrem Repertoire. Mit solidem Rock’n'Roll und einer Prise Punk konnten die Norweger beim Publikum und bei Monsieur Bob Sympathiepunkte sammeln. Eine Hörprobe kann sicherlich auch dem wertden gm nicht schaden.

Danach gabe es sehr erträgliche Musik ab Konserve, um die Wartezeit zu überbrücken. Zu The Clash, The Ramones und Green Day wärmte sich der Pöbel für das bevorstehende Spektakel auf. Bei Blitzkrieg Bop kurz nach 21.00 erloschen dann endlich die Lichter in der Halle, zwei Hosen-Fahnen wurden gehisst und die Band stürmte forschen Schrittes die Bühne. Nach ein paar gemeinsamen „Hey ho, let’s go“’s legten die Jungs mit „Strom“ so richtig los. Das Lied kommt live sehr gut an  und ist durchaus ein geeigneter Opener.

„Du lebst nur einmal“ und „All die ganzen Jahre“ setzten den gelungenen Auftakt fort. „Innen alles neu“ war das zweite Stück aus dem neuen Album und war aus der Sicht des Monsieur Bob ein Höhepunkt des ganzen Sets. Das Lied rockt live gewaltig ab, das macht Freude! Nach dem alt bewährten „Auswärtsspiel“ kamen erste Zweifel auf: „Disco“ konnte bislang ab CD nicht durchgehend überzeugen. Der Autor stellte aber mit Freude und Überraschung fest, dass das Lied live gut funktioniert und die Stimmung auf hohem Niveau verblieb. Auch das folgende Stück „Madeleine aus Lüdenscheid“ gehört nicht unbedingt zu des Autors Favoriten, kam aber beim Pöbel gewohnt gut an.

Die Stimmung erreichte einen ersten glanzvollen Höhepunkt, als aus ca. 13′000 Kehlen der Beginn von „Liebeslied“ ertönte, gefolgt von den Klassikern „Alles aus Liebe“ und „Wünsch dir was“.  „Alles was war“ konnte sich trotz seiner Jugendlichkeit nahtlos einfügen und wurde ebenso begeistert wie textsicher mitgegröhlt. Nach einer kurzen Rückblick auf die Wahlen vom Sonntag und Campinos Bedauern zur Ablehnung der Hanfinitiative gaben die Hosen „Cokane in my brain“ zum Besten. „Niemals einer Meinung“, eines der besten Hosen-Live-Lieder, beschloss diesen starken Teil im Set würdevoll.

Mit „Teil von Dir“ und “Ertrinken“ ging es weiter, gefolgt von „Paradies“. Danach war Zeit für Gänsehaut. „Nur zu Besuch“ liess keinen der anwesenden Konzertgänger kalt, die Stimmung war überwältigend. Einigen kam diese ruhigere Phase wohl auch konditionell zu Gute…nein, damit ist nicht der Autor gemeint, der altersgerecht auf der Tribüne Platz nahm…

Nach „Steh auf, wenn du am Boden bist“, „Pushed again“, „Hier kommt Alex“ und „Freunde“ verliessen die Hosen nach gut 80 Minuten zum ersten Mal die Bühne, um kurz darauf natürlich wieder unter tosendem Applaus nachzulegen. Zusammen mit Esther und Patrick (bekannt von der Unplugged-CD) wurde ein 4er-Acoustic-Set zum Besten gegeben. Nach „The Guns of Brixton“ und „Hand in Hand“ wusste vor allem ein neues Lied zu überzeugen: „Tauschen gegen dich“. Mit einem trompetenden Campino schloss „Eisgekühltter Bommerlunder“ dieses Acoustic-Sets. Zum zweiten Mal verliessen die Hosen für kurze Zeit die Bühne.

Mit einem Medley (ur-)alter Songs gings weiter. Das liess bei den etwas älteren Fans das Herz höher schlagen: „Achterbahn“, „Schwarzwaldklinik“, „Opelgang“, „Wir sind bereit“, „Verschwende deine Zeit“, „Reisefieber“ und „Liebesspieler“ waren zwar nicht allen Anwesenden bekannt, waren aber doch eine sehr schöne Reise in die Vergangenheit. Nach dem legendären „Wort zum Sonntag“ und „Schönen Gruss und auf Wiederseh’n“ war der dritte Abgang an diesem Abend vorprogrammiert.

Nach gut 120 Minuten tauchten die Hosen dann zum vierten und letzten Male auf der Bühne auf. Mit Kuddel am Schlagzeug, Campino an der Gitarre und Vom als Sänger kam der Pöbel in den Genuss von „Worm Song“. Ganz vergessen und eigentlich nie ein Thema war, dass Campino eigentlich erkältet ist und darum im Vorfeld alle Interviews absagen musste. Erst beim nächsten Lied ging er auf verscheidene Viren ein. Einen ganz schlimmen besangen die Hosen mit „Bayern“. Amüsant dabei war, dass auf den zwei Grossleinwänden neben der Bühne alle Tore zum 7:1 Sieg Fortuna Düsseldorfs gegen die Bayern aus dem Jahre 1974 zu sehen waren. Nach ihrem grössten kommerziellen-Single-Erfolg „Zehn kleine Jägermeister“ wurde der Abend klassisch mit der Hymne „You’ll never walk alone“ definitiv abgeschlossen. Nach gut 150 Minuten veraschiedete das Publikum seine Helden gebührend und frenetisch.

Trotz der Grösse des Hallenstadions war es ein ausgezeichnetes Konzert, die Vorfreude auf den 27.12 in München wurde beim Autor ins Unermessliche gesteigert. Dann wird auch er sich wieder im tobenden Pöbel befinden und nicht mehr angeschlagen auf der Tribüne, harrend der Dinge, die da kommen, sitzen müssen.

  1. Intro: Blitzkrieg Bop
  2. Strom
  3. Du lebst nur einmal
  4. All die ganzen Jahre
  5. Innen alles neu
  6. Auswärtsspiel
  7. Disco
  8. Madelaine aus Lüdenscheid
  9. Liebeslied
  10. Alles aus Liebe
  11. Wünsch dir was
  12. Alles was war
  13. Cokane in my brain
  14. Niemals einer Meinung
  15. Teil von Dir
  16. Ertrinken
  17. Paradies
  18. Nur zu Besuch
  19. Steh auf, wenn du am Boden bist
  20. Pushed again
  21. Hier kommt Alex
  22. Freunde
  23. The Guns of Brixton
  24. Hand in Hand
  25. Tauschen gegen Dich
  26. Eisgekühlter Bommerlunder
  27. Medley: Achterbahn/Schwarzwaldklinik/Opelgang/Wir sind Bereit/Verschwende deine Zeit/Reisefieber/Liebesspieler
  28. Wort zum Sonntag
  29. Schönen Gruss, auf Wiederseh’n
  30. Worm Song
  31. Bayern
  32. Zehn kleine Jägermeister
  33. You’ll never walk alone

Tooooooooni Beeeeeeeee

Veröffentlicht in Aus der Mandelhalle am 20 Juni 08 von monsieurbob

Tooooooooni Beeeeeeeeeee,
Jetzt esch es um dich gscheh!
Du hesch en grosse Seich gmacht
Drum werd jetzt öber dich glacht!
D*Rechtkommission im Nationalrat
Esch empört öber dini fiesi Tat!
Drum wel sie denn au zurecht,
du fendsch das natürli schlecht,
dini Immunität ufhebe ohni Gnad,
gstützt dur euse liebi Rechtsstaat.

Em Christoph M., und dem mit B.,
tuet das natürli schülig weh!
Aber, liebe Toni, so esch es im Läbe halt mängisch,
Au wenn du jetzt im Parlament no meh quänglisch,
I schlechte Zyte bliibt eim hüfig nome
En Platz am Schatte und ned a dä Sonne!
Drum zeig doch Grössi und Vernunft
Und verloh sofort die verlogeni Zunft!
In Glarus, Bern und im Graubünde,
Tüends grad e besseri Partei gründe!

Gemeinsamkeiten mit real existierenden Personen sind selbstverständlich rein zufällig und vom Autor nicht absichtlich herbeigeführt. Für Rechtsfragen bitte bei Prof. Dr. Dee Jositsch, Uni Zürich vorsprechen. Der Rechtsweg ist auf jedenfall ausgeschlossen. Mitglieder der Bundesversammlung und Alt-Bundesräte dürfen nicht an der Verlosung teilnehmen.

Und ist es eigentlich Zufall, dass Toni B. auf LonnyB reimt?

Euer Monsieur Bob

Über Volkan und die wirklich wichtigen Dinge…

Veröffentlicht in Einfach so... am 16 Juni 08 von monsieurbob

Grundsätzlich möchte Monsieur Bob das Kommentieren der Geschehnisse rund um die UEFA EURO 08 TRADEMARK COPYRIGHT – Veranstaltung seinem kompetenten Freund gm überlassen. Jedoch fällt es ihm schwer zu verstehen, wie man sich in der letzten Minute eines Spieles zu einer Tätlichkeit hinreissen lassen kann, nachdem die Teamkollegen mit einer sensationellen Wende vom 0:2 zum 3:2 die Viertelfinalquali erkämpften. Dass man nach einer verpassten WM-Quali auf wehrlose Schweizer prügelt oder dass man in einem Istanbuler Derby (hey, es ist immerhin ein Derby) einen Mordversuch gegen den gegnerischen Spielmacher verübt ist noch einigermassen plausibel. Aber das gestern…seine Fresse, lecke ihn doch die Welt im Arsch. Wenn einer von euch da draussen eine Erklärung dafür hat, bitte einen Kommentar hinterlassen, danke proscht.

So, und nun zu den wirklich wichtigen Ereignissen dieser Welt, hier die aktuelle Top 3:

  1. „Coldplay sind tuntige Onanierer!“ In einer gewissen Weise war Johnny Rotten (für Unwissende: Sänger der Sex Pistols) schon immer ein Vorbild. Nun aber ist endlich das Geheimnis hinter der Musik der vier Engländer bekannt. Unzählige Stunden zerbrach sich Mr. Bob den Kopf darüber, wie man nur so schlechte Musik machen kann. Schlafstörungen, Durchfall und Gicht, um nur einige Nebenwirkungen dieser scheusslichen Instrument-Vergewaltigung zu nennen. Darum: Danke Johnny. Danke, für diese Aufklärung. In einer kleinen Stadt, in einem kleinen Land ist einem kleinen Blogger ein Licht aufgegangen, ein herrliches Licht.
  2. Haben „las Bonitas“ den Tanga-Song geklaut? Eine Frage, die die Welt bewegt. Und das ist durchaus ernst gemeint! Immerhin behauptet die weltbekannte Sängerin Sandra Schermuly: „Das Ganze ist eine Riesenschwindelei!“ Jawohl! Mr. Bob fordert: „Gebt Sandy ihren Song zurück, sofort (SOFORT! S-O-F-O-R-T ! ! !)“
  3. Was haben David Degen, erfolgloser schweizer Fussballexport, und Gina-Lisa (89-65-95), EX-Kandidatin bei Germany’s Next Topmodel, gemeinsam? Ok, nichts im Hirn haben sie auch, aber das würde ich mich nie getrauen zu behaupten. „Ich bin doch ned blöd!“ (Zubi, 2008). Nein: Sie suchen einen Partner im Internet. Was ihr jetzt aus dieser Info macht, ist euch überlassen, nämlich!

Und ist es eigentlich Zufall, dass spamen auf schämen reimt?

Nun denn, soviel für heute.

Euer Monsieur Bob

Ambush Blogging

Veröffentlicht in Einfach so... am 15 Juni 08 von monsieurbob

Mister Bob ist zurück! Um jedoch ein eloquenteres und mondäneres Erscheinungsbild zu repräsentieren hat er sich ein neues Pseudonym angelacht:

Monsieur Bob

Inspiriert vom grossartigen Wortkünstler gm (http://goldfischmichael.wordpress.com) und dem gemeinnützigsten aller Vereine, entschloss sich Mr. Bob zu einem eigenen Blog. Er erhofft sich damit, im Schatten von gm, sozusagen als Trittbrettfahrer, zu noch mehr Ruhm und noch mehr Geld zu kommen. Dieser Blog soll all jene ansprechen, die von der umfassenden Ernsthaftigkeit und dem grazilen Zynismus des Goldfisch-Blogs überfordert sind und nach jeweils einem Abschnitt resigniert wieder zu blick.ch und bild.de zurückkehren. Sind wir denn nicht alle viel mehr daran interessiert wie Prinzessin Eugenie Victoria Helena Mountbatten-Windsor nachts im Evakostüm über den Campus ihrer Schule hechelt, ob bei unserer Miss Schweiz schon wieder a Mann da ist, wie die letzten Stunden des Herrn Prikopils aussahen oder einfach nur warum R. Kelly nun doch freigesprochen wurde? Hand aufs Herz, Mr. Bob kann doch nicht der einzige sein. Wen interessieren schon steigende Ölpreise, Inflation in Simbabwe (immerhin 150′000%, Quelle: LonnyB, dembescht.ch.vu), Klimawandel und all die anderen angeblich ernsten Themen dieser Welt? Heuchelei!
Monsieur Bob würde nie (NIE! N-I-E ! ! !) für Geld irgwendwo arbeiten, wo Profit und Kapitalismus an erster Stelle stehen. Nie! (Der Herr lic. oec. gm möge den fehlerhaften Gebrauch von Fachwörtern verzeihen…)

Mit grossem Vergnügen liest Mr. Bob übrigens die Euro08-Rundschläge des werten gm. Vor allem der Brief an die UEFA wusste zu entzücken. Dies im Wissen, dass unser güldenes Wassertierchen Gerüchten zufolge (fast) jedes Spiel gesehen hat und sich dabei sogar schon in einer Host City befunden haben soll (Hat er da sogar ein Carlsberg getrunken?). Soll nur mal erwähnt sein…
Auch wenn Monsieur Bob die sportlich-inhaltlichen Teile der Beiträge mehrheitlich unterstützt, legt er Wert darauf, dass er zuerst war. Immer und überall (ÜBERALL! Ü-B-E-R-A-L-L ! ! !).

Ist es eigentlich Zufall, dass sich Ambush auf Kampusch reimt?

Nun denn, soviel für heute.

Euer Monsieur Bob